Ist Sex ein eigenständiger Sport?

Le sexe, un sport à part entière ?
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Die Frage, ob Sex als Sport angesehen werden kann, ist eine häufig wiederkehrende Debatte. Einige argumentieren, dass körperliche Aktivitäten im Zusammenhang mit Liebe mit einem sportlichen Wettkampf gleichgesetzt werden können, während andere skeptischer sind. Lassen Sie uns die Argumente für und gegen diese Idee genauer betrachten.

Ähnlichkeiten zwischen Sex und Sport

Zunächst einmal ist es unbestreitbar, dass Sex eine gewisse körperliche Aktivität voraussetzt. Beim Sex werden nämlich mehrere Muskeln des Körpers beansprucht, insbesondere die Muskeln des Beckens, der Bauch- und Gesäßmuskeln sowie die Muskeln der Arme und Beine, je nachdem, welche Stellung man einnimmt. Außerdem wird die Atmung beschleunigt und das Herz schlägt schneller, was dazu beiträgt, Kalorien zu verbrennen und die Herz-Kreislauf-Fitness zu verbessern.

Zweitens kann es wie beim Sport auch beim Geschlechtsverkehr zu einem gewissen Wettbewerb zwischen den Partnern kommen, sei es, dass sie in puncto Leistung oder Ausdauer miteinander konkurrieren oder versuchen, gleichzeitig zum Orgasmus zu kommen. In manchen Fällen kann sich dieser Wettstreit sogar in Herausforderungen innerhalb des Paares äußern, wie z. B. neue Stellungen zu finden oder erotische Szenarien zu entwerfen.

Die während des Aktes freigesetzten Hormone

Interessant ist auch, dass Sex und Sport die Ausschüttung bestimmter Hormone wie Endorphine und Oxytocin gemeinsam haben. Diese chemischen Substanzen tragen zu einem Gefühl des Wohlbefindens und der Entspannung bei, das oft mit dem Gefühl nach einer intensiven körperlichen Betätigung verglichen wird. Außerdem fördern sie die Entstehung emotionaler Bindungen zwischen den Menschen, was auch für die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb einer Sportmannschaft charakteristisch ist.

Unterschiede zwischen Geschlecht und Sport

Es gibt jedoch auch einige bemerkenswerte Unterschiede zwischen Geschlecht und Sport, die die Idee, Liebe als eigenständige körperliche Aktivität zu betrachten, in Frage stellen.

Zunächst einmal ist Sex zwar unbestreitbar mit körperlicher Anstrengung verbunden, doch ist diese in der Regel weniger intensiv und nachhaltig als bei den meisten Sportarten. Eine Studie kanadischer Forscher aus dem Jahr 2013 ergab beispielsweise, dass bei einem Geschlechtsverkehr durchschnittlich 85 bis 100 Kalorien bei Männern und 50 bis 60 Kalorien bei Frauen verbrannt werden – das entspricht etwa einem schnellen Spaziergang oder einer kurzen Yoga-Sitzung. Obwohl man also beim Sex Energie verbraucht und seine Fitness aufrechterhält, kann man ihn nicht mit den Sportarten vergleichen, die das Herz-Kreislauf-System oder die Muskeln am meisten beanspruchen.

Das Fehlen von Regeln und formellen Wettkämpfen

Zweitens gibt es beim Sex im Gegensatz zum Sport weder ein festgelegtes und kodifiziertes Regelwerk noch einen formellen Wettbewerb zwischen den Beteiligten. Auch wenn manche Paare das Bedürfnis verspüren, gegeneinander anzutreten oder sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen, bleiben diese Aspekte in erster Linie informell und hängen von der Eigendynamik jeder Beziehung ab. Darüber hinaus ist es wichtig, daran zu erinnern, dass Sex in erster Linie auf gegenseitigem Einverständnis, Respekt und gemeinsamer Freude beruhen sollte und nicht auf dem Streben nach Leistung um jeden Preis.

Sex als Ergänzung zum Sport

Letztendlich hat Sex zwar gewisse Ähnlichkeiten mit Sport, was die körperliche Anstrengung, die Freisetzung von Hormonen und den informellen Wettbewerb betrifft, doch es wäre zu kurz gegriffen, ihn als vollwertige sportliche Aktivität zu betrachten. Dennoch kann sie eine hervorragende Ergänzung zu herkömmlichen körperlichen Übungen darstellen, indem sie dazu beiträgt, eine gute Herz-Kreislauf-Kondition zu erhalten, die beanspruchten Muskeln zu stärken und nach der Anstrengung ein Gefühl des Wohlbefindens und der Entspannung zu vermitteln.

  1. Sex: Mäßige körperliche Aktivität, die die Herz-Kreislauf-Gesundheit und den Muskeltonus fördert und zur Ausschüttung von Wohlfühlhormonen führt.
  2. Sport: Eine Reihe von körperlichen Übungen, für die genaue Regeln gelten und die darauf abzielen, die körperliche Fitness, Technik und Leistung zu verbessern, oft in einem wettbewerbsorientierten Rahmen.
  3. Komplementarität: Sex kann als Ergänzung zum Sport betrachtet werden, indem er ähnliche Vorteile für Gesundheit und Wohlbefinden bietet, während er sich in Bezug auf Struktur und Ziele unterscheidet.

Anstatt also zu versuchen, herauszufinden, ob Sex ein Sport ist oder nicht, ist es vielleicht besser, beide Aspekte als komplementär zu betrachten und sie harmonisch in ein ausgewogenes und erfüllendes Leben zu integrieren.

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